„Ausruf, mit dem man sich selbst motiviert“, heißt es irgendwo im Internet. Für „gut gemacht“ und „job done“ steht die mega-in Verwendung dieses Wörtchens „Tschakka“ derzeit im Sport. Rufen wir also „Tschakka“ und konstatieren den sechsten Sieg der Eisvögel in Folge.

22:8 stand es aus Freiburger Sicht nach neun Spielminuten. 60:45 nach deren siebenundzwanzig. Dazwischen lagen jeweils kräftezehrende Aufholjagden der Donau-Rieserinnen. Die Freiburger Dominanz im schwäbischen Bayern resultierte aus einer in dieser Saison noch nie dagewesenen Abgeklärtheit und explosiven Schnelligkeit. Schnelle Einwürfe, kein langes Zaudern nach kassierten Körben, blitzsaubere Fastbreaks auf der einen, coole late clock Würfe auf der anderen Seite. Die Ausgewogenheit des Eisvögelspiels war beeindruckend.

Und trotzdem wurde es knapp. Schließlich spielte man auswärts bei einem der Topteams der Liga. Das letzte Viertel sah eine 5-Punkteführung für den USC und eine 4-Punkteführung für die HELIs. Dazwischen war Spannung pur. Eine aggressive Halbfeldpresse und sechs Dreier von Doro Richter hielten die Gastgeberinnen im Rennen. Doch die Eisvögel machten einen sehr vorbereiteten Eindruck. Keine Situation, mit der sie konfrontiert wurden schien sie zu überraschen. Und es wäre falsch aus der sehr guten Teamleistung der Freiburgerinnen einzelne Spielerinnen hervorzuheben. Trotzdem sind hier die drei Namen, die die überzeugende Freiburger Schlussphase mitschrieben:

Franziska Höre erzielte fünf der letzten elf Eisvögelpunkte und war wie Mariesa Greene in dieser Phase auch von der Freiwurflinie hundertprozentig. Was jedoch auf der anderen Seite des Feldes in der crunch time von Jahzinga Tracey geleistet wurde, war herausragend. Kein Match verlor die agile Amerikanerin in der Defense, half, blockte, stoppte, reboundete. Es waren diese Aktionen, die das Pendel zur Freiburger Seite ausschlagen ließen. Respekt.

Eine unnötige Anmerkungen zum Schluss: Die Eisvögel gewannen mit vier Punkten, verloren zu Saisonbeginn mit ebenfalls vieren. Der direkte Vergleich ginge momentan wegen der mehr erzielten Punkte beim Sieg an Freiburg. Doch interessiert dies eigentlich niemand. Das nächste Spiel schon mehr. Und der nächste Gegner. Der heißt Brose Bamberg und wartet am Samstag in der Unihalle. Dran bleiben!

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)