„Break the curse“ – lautete das Motto der Vilsbiburger Basketballer bereits am vergangenen Wochenende in Zwickau. Dort musste man sich aufgrund unnötiger Fehler in der entscheidenden Phase des Spiels noch unglücklich geschlagen geben. Umso mehr wollten die Baskets im vorletzten Auswärtsspiel in diesem Jahr den ersten Sieg in fremder Halle einfahren und Auswärtsfluch brechen. Spannender hätten es die Prote Jungs dabei nicht machen können. Erst nach Verlängerung konnten die routinierten Ansbacher mit 96:86 (33:43) in die Knie gezwungen werden. Ohne den weiterhin verletzten Center Lubos Novy hatten die Männer von der Vils den besseren Start in die Partie. US-Boy Joey Fuca schoss sein Team im Alleingang innerhalb von fünf Minuten mit 11:4 in Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels kamen aber auch die Gastgeber um ihren überragenden Point Guard Goran Petrovic immer besser ins Spiel. So schmolz der Vorsprung der TSV Cracks auf zwei Punkte (15:13).

In den zweiten zehn Minuten ließen sich die Baskets dann die Spielweise der Ansbacher aufdrücken und haderten zudem mit einigen fragwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen. Ansbach nutzte die Verunsicherung im Vilsbiburger Spiel und zog bis auf zehn Punkte davon. Damit ging man mit einem 33:43-Rückstand in die Halbzeitpause. „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und dürfen uns nicht aus unserem Konzept bringen lassen. Wenn wir als Mannschaft zusammenhalten und bis zum Umfallen kämpfen dann gewinnen wir dieses Spiel.“, motivierte Headcoach Holger Prote sein Team in der Halbzeitpause.

Wie sehr die Vilsbiburger diesen ersten Auswärtssieg wollten wurde dann in der zweiten Halbzeit auch offensichtlich. Gegen die abgezockten und größenmäßig überlegenen Ansbacher mussten die Baskets in der Verteidigung um jeden Ball und Rebound hart kämpfen. In der Offensive war es in dieser Phase vor allem Niki Märkl der sich immer wieder ein Herz fasste und mit wichtigen „Dreiern“ die Partie offen hielt. Zwar konnte man Viertel Nummer drei (22:19) für sich entscheiden, doch lag man zehn Minuten vor dem Ende immer noch mit sieben Punkten (55:62) zurück. Ansbach nutzte eine Schwächephase der Vilsbiburger zu Beginn des letzten Abschnitts erneut eiskalt aus und sah fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 75:64 schon wie der sichere Sieger aus. Mit einer unglaublichen Moral und Leidenschaft kamen die Baskets Punkt um Punkt heran und hatten beim Stand von 79:79 im letzten Angriff der Partie sogar noch die Möglichkeit das Spiel vorzeitig zu gewinnen. Weil dies allerdings nicht klappte musste eine Entscheidung in der Verlängerung fallen. Hier behielten die Baskets die Nerven und konnten am Ende einen hart erarbeiteten aber absolut verdienten 96:86 Auswärtssieg feiern. „Heute bin ich richtig stolz auf meine Jungs. Das Spiel in Ansbach war alles andere als einfach.“, so ein zufriedener TSV Coach. Bereits am kommende Freitagabend (20.00 Uhr) wartet mit München Basket ein weiterer schwerer Brocken zum letzten Heimspiel in diesem Jahr. Dabei wollen sich die Vilsbiburger mit einem weiteren Heimsieg von den Fans in die Weihnachtspause verabschieden.

Für die Baskets spielten (Punkte/Dreier): Kreutzer (2),Sondershaus, Fuca (33/3), Mayr (7) Jurakic (3), Goderbauer (4), Märkl (18/6) Bikandi, Halleran (21/3) und Duku (8).

Quelle: TSV Vilsbiburg 1883 e.V. (http://www.baskets-vilsbiburg.de/)