Knapp war es, aber es hat gereicht. Die Pro-B-Basketballer des SC Rist haben auch das zweite Spiel der Best-of-three-Serie gegen die Frankfurt Skyliners Juniors gewonnen und stehen im Play-off-Viertelfinale. Dem 90:71 in der heimischen Steinberghalle ließen die Wedeler ein schwer erkämpftes 75:74 (39:34) am Main folgen. In der Runde der letzten Acht empfängt das Team von Headcoach Sebastian Gleim nun am Ostersonntag um 16 Uhr die Weißenhorn Youngsters, das Team von Kay Gausa.

Dieses Highlight und die dazwischenliegende spielfreie Woche musste sich der Vizemeister der Pro B Nord aber hart erkämpfen. “Die Frankfurter haben uns alles abverlangt, gut verteidigt und alles daran gesetzt, ein drittes Spiel zu erzwingen”, sagte der gebürtige Hesse Gleim. Sein Team bekam es in der Heimat des Coaches mit einem bedeutend stärker besetzten Gegner als zum Auftakt der Serie zu tun. “Ich war aber trotzdem optimistisch, weil wir 40 Minuten lang um jeden Ball gekämpft haben”, sagte Gleim.

Zunächst schienen die Wedeler vor 150 Zuschauern sogar einem leichten Erfolg entgegenzustreben, als sie nach einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf von Fabian Böke zu Beginn des zweiten Viertels bereits 35:20 führten. Doch die vom ehemaligen Rist-Trainer Eric Detlev betreuten Frankfurter steigerten sich in der Verteidigung, verzeichneten Ballgewinne und kamen zu etlichen einfachen Körben, so dass der Vorsprung der Gäste bis zur Pause auf fünf Punkte schmolz.

Und es wurde noch enger für die Wedeler. In der 26. Minute führten die Frankfurter erstmals, fast zeitgleich zog sich Paul Owusu einen Nasenbeinbruch zu. Zwar biss der Zwei-Meter-Mann wie schon oft zuvor in dieser Saison auf die Zähne und hielt nach einer Behandlungspause bis Spielende durch, aber den doppelten Schock galt es erst einmal zu verdauen. Dass dies gelang, freute Gleim besonders. “Ich bin stolz auf die Mannschaft.”

In der endlos lang erscheinenden Schlussminute der vor allem am Ende hoch dramatischen Partie sorgten ein Frankfurter Treffer aus der Ferndistanz zum 74:75 und zwei vergebene Freiwürfe von Davey Hopkins noch einmal für Spannung, ehe der letzte Angriffsversuch der Hessen fehlschlug. Hopkins war nach Gleims Auffassung Dreh- und Angelpunkt des Wedeler Spiel, dem allerdings Landsmann Augie Johnston und Aufbauspieler Marvin Boadu kaum nachstanden. Gehörigen Anteil am Play-off-Erfolg hätten zudem Marvin Adu, der sich keinen Fehlwurf leistete, und Tobias Lange gehabt, die beide von der Bank gekommen waren.

Das Treffen mit Verwandten, Jugendfreunden und ehemaligen Weggefährten fiel für Sebastian Gleim nach Spielende kürzer aus als geplant. “Es ging etwas hektisch zu in der Halle, schließlich mussten wir Paul noch ins Krankenhaus bringen.” Ob Owusu im Viertelfinale gegen Weißenhorn wieder mit von der Partie sein kann, steht noch nicht fest – zuzutrauen wäre es ihm allemal.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)