BIG - Basketball in Deutschland #92
Holz: „Das Wochenende wäre eine rote Linie“
Stefan Holz, Geschäftsführer der EasyCredit BBL, warnt die EuroLeague, künftig Spiele des europäischen Top-Wettbewerbs am Wochenende auszutragen. „Momentan spielt die EuroLeague Freitagabend, und das können wir abbilden. Es sollte aber auch dabei bleiben – das Wochenende wäre eine rote Linie“, sagt Holz im Magazin BIG – Basketball in Deutschland (Dezember-Ausgabe).

Aktuell sind mit dem FC Bayern München und ALBA BERLIN zwei deutsche Teams in der EuroLeague vertreten. An die Gefahr, dass Vereine mittelfristig aus der BBL aussteigen oder nur noch mit ihrer zweiten Mannschaft teilnehmen, glaubt Holz nicht. „Die Klubs sehen die BBL weiterhin als das primäre Produkt an. Ich verstehe die – im Übrigen hochprofessionelle – EuroLeague auch als Antrieb für uns, dass dies so bleibt. Konkurrenz fördert das Geschäft“, sagt der Liga-Geschäftsführer. „Wir dürfen nicht jammern, wir müssen unseren eigenen Wettbewerb attraktiv halten.“
Mit aktuell elf festen Lizenzen sei die EuroLeague schon jetzt „in hohem Maße ein Closed Shop“, sagt Holz: „Dies wird sich verstärken, wenn sie im kommenden Jahr den sportlichen Zugang über die nationalen Ligen schließt. Letztlich ist die EuroLeague auf dem deutschen Markt Wettbewerber und Partner zugleich.“