Win or Lose – Resume

Win or Lose - Resume

Interview mit Patrick Etter, dem Regisseur von Win or Lose:

Die Entstehung
2007 hatte ich die Idee für eine Serie zum Thema Basketball. Das Exposé für die Pilotfolge war bereits geschrieben. Ich entschied mich zusammen mit meinen Kollegen jedoch dafür, zuvor ein anderes Projekt umzusetzen. Nach der Fertigstellung dieses Kurzfilmes (2008) widmete ich mich dann wieder dem Thema Basketball. Aus dem ursprünglichen Gedanken der Basketballserie entwickelte sich die Idee eines Basketballfilms. Das Exposé war schnell geschrieben, gefolgt von den ersten Drehbuchseiten, die dem Projekt langsam Leben einhauchten. Leider musste Wir feststellen, dass trotz großer Bemühungen die Unterstützung fehlte und ein 90 min. Basketballfilm finanziell nicht zu realisieren war. Aus der Anfangssequenz des Filmes entstand dann das Drehbuch zum Kurzfilm Win or Lose und die Planungen gingen los. Die Sponsorensuche war nicht leicht, denn die Unterstützung für Independent Filme ist nicht sehr groß. Zusätzlich musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass noch immer Vorurteile und auch eine gewisse Abneigung gegenüber Basketball existiert. Da mir das Thema jedoch sehr am Herzen lag, wurde es zunächst zu einem (größtenteils) eigenfinanziertem Projekt. Wir hatten aber doch noch das Glück, Sponsoren zu finden. Hier gilt es vor allem “Forthree 43″ und die “Basket” hervorheben, ohne die Win or Lose nicht möglich gewesen wäre. Als weitere große Unterstützung erwiesen sich “GES” und “BUM” Stuttgart, die uns bei organisatorischen Dingen geholfen haben.

Der Dreh
Anfangs standen weder das Projekt, noch der Dreh unter einem “guten Stern”, so viele Zu- und dann wieder Absagen von Schauspielern, Spielern, Crewmitgliedern und Statisten hatten Wir noch nie, so dass der Dreh kurz vor der Absage stand! Am ersten Drehtag erschienen dann von 70 eingeplanten Statisten ganze 10! Doch durch den Einsatz und das Durchhaltevermögen von allen Beteiligten konnte das Projekt realisiert werden. Wir drehten Win or Lose innerhalb von 2 Tagen (mit Auf- und Abbau), in der Fanny-Leicht-Sporthalle in Stuttgart-Vaihingen.

Die Postproduktion
Da wir ein sehr kleines Team waren, mussten die vielen Aufgaben von wenigen Leuten erfüllt werden. Wie so oft gab es dann auch immer wieder kleine (und manchmal auch etwas größere) Hürden zu überwinden. So musste unser Animator aus beruflichen Gründen und augrund seiner anstehenden Hochzeit in letzter Sekunde absagen, so dass eine erneute Suche losging. Zum Glück konnte uns Christoph Wolfinger schnell helfen und uns Timo Nebel empfehlen, der sich sofort bereit erklärte zu helfen. Doch war die Zeit für ihn natürlich sehr knapp, was sich dann auch auf unseren Zeitplan auswirkte. So standen für mich vor dem Release 3 stressige Tage mit wenig Schlaf auf dem Programm. Aber auch diese Hürde brachte uns nicht zum Fallen: Win or Lose ist fertig und am 23.10.09 online gegangen!

Das Endprodukt
Es ist immer ein Risiko, einen Film zu machen und dann noch einen Basketballfilm in schwarz/weiß, der dazu auch noch gänzlich ohne Dialoge auskommen soll. Man selbst ist sich natürlich darüber auch bewusst, dass die Mittel fehlen, um Szenen wie bei “Coach Carter” oder “White Men can´t jump” umzusetzen. Wenn Ihr jetzt denkt, “darauf hätte ich keine Lust”, dem muss ich sagen: “Was gibt es besseres als einen Film über den Sport, den man liebt zu machen?”. Denn auch wenn man es an einem stressigen Tag nicht zugeben würde. Es ist ein tolles Gefühl einen Film zu machen und dann noch über Basketball! Für mich, der schon seit Jahren Basketball spielt, war es einfach nur Spaß und ich würde es jederzeit wieder machen!

Aber nun zur wichtigen Frage, wie ist Win or Lose geworden?
Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit dem Projekt. Trotz der vielen Steine auf unserem Weg wurde beachtliches geleistet. Es ist ein guter Kurzfilm der etwas anderen Art entstanden und wir können meiner Meinung nach zeigen, dass man auch in Deutschland mit kleinem Budget Basketballszenen gut umsetzen kann und mit ein wenig mehr Unterstützung auch ein längerer Basketballfilm realisierbar wäre.

Die Zukunft
Ich hätte sehr großes Interesse in naher Zukunft einen längeren Film zum Thema Basketball zu machen. Hierfür muss jedoch alles passen.

Danke für das Interview.

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